Um abschätzen zu können, wie es einem Tier geht, kann man einfache Vitalparameter überprüfen. Dazu zählen zum Beispiel die Ruheatemfrequenz, Schleimhautfarbe, kapillare Füllungszeit und die innere Körpertemperatur.
Für ausgewachsene Hunde und Katzen sollte die Ruheatemfrequenz (Anzahl der Atemzüge pro Minute) circa zwischen 10-35 Atemzüge pro Minute liegen. Wenn die Atemfrequenz größer als 35 beträgt, könnte dies ein Hinweis auf Atemnot sein (Dyspnoe). Beim Hecheln ist die Atemfrequenz nicht beurteilbar.
Auch die Schleimhautfarbe kann Auskunft über den Gesundheitszustand Ihres Lieblings geben. Am besten beurteilt man die Schleimhaut an der Lidbindehaut (durch Runterziehen des Unterlides) oder an der Maulschleimhaut. Bei gesunden Tieren ist die Schleimhautfarbe blass-rosa. Abweichungen, bei denen die Schleimhaut sehr blass bis weiß ist, bzw. sich ins gelbliche oder blaue verfärbt stellen häufig einen besorgniserregenden Zustand dar. Gerötete Schleimhaute werden meist durch Entzündungen bedingt, können aber auch andere Grundursachen haben.
Die kapillare Füllungszeit ist ein einfacher Test um Hinweise auf den momentanen Kreislaufzustand des Tieres zu erhalten. Gemessen wird diese am Zahnfleisch des Tieres: man stülpt die Oberlippe nach außen und drückt mit dem Finger kurz auf die Schleimhaut. Die Zeit in der sich diese Stelle wieder rosarot anfärbt beträgt beim gesunden Tier weniger als 2 Sekunden.
Die physiologische innere Körpertemperatur (rektale Messung) beträgt bei Hunden zwischen 38 und 39°C, bei Katzen zwischen 38 und 39,3°. Leichte Erhöhungen der Körpertemperatur können auch bei gesunden Tieren auftreten, wie zum Beispiel bei Anstrengung oder Aufregung.