Es handelt sich dabei um eine Erkrankung des Oberarmkopfs bei Jungtieren, die häufig im Alter von 5-7 Monaten vorkommt. Große Rassen (Jagdhunde, Schäfer und Retriever) und Riesenrassen (Doggen und Wolfshunde) sind am häufigsten betroffen. Durch einen Fehler im Reifungsprozess des Oberarmkopfes kommt es zu einer starken Verdichtung des Gelenksknorpels. Der Knorpel stirbt an dieser Stelle ab und kann sich teilweise oder vollständig ablösen. In fast allen Fällen kommt es zur Irritation des Gelenks. Eine deutlich sichtbare Lahmheit ist die Folge. Viele Hunde erkranken gleichzeitig an beiden Schultergelenken. Die Behandlung erfolgt minimalinvasiv mit Arthroskopie. Nach Entfernung der Knorpelschuppe verschwindet die Lahmheit in über 90 % der Fälle.

Eine Abflachung am hinteren Rand des Oberarmkopfes deutet auf eine Osteochondrose (OCD) hin.Eine Abflachung am hinteren Rand des Oberarmkopfes deutet auf eine Osteochondrose (OCD) hin.
Ansicht einer abgelösten Knorpelschuppe im Schultergelenk.Ansicht einer abgelösten Knorpelschuppe im Schultergelenk
Die abgelöste Knorpelschuppe wird mit einem Instrument angehoben.Die abgelöste Knorpelschuppe wird mit einem Instrument angehoben.

Arthroskopie des Schultergelenks mit Entfernung der abgelösten Knorpelschuppe

In fast allen Fällen führt die Arthroskopie zur vollständigen Beschwerdefreiheit.