Die häufigste orthopädische Erkrankung des Kniegelenks ist der Kreuzbandriss. Das Gelenk wird instabil, es kommt zur Schädigung des Meniskus und zur Bildung starker Arthrosen. Bei Menschen mit Kreuzbandrissen kann in der Regel mit gezielter Physiotherapie eine Operation vermieden werden. Beim Hund kommt es jedoch bei jedem Schritt zum sogenannten „Schubladenphänomen“. Das heißt, dass sich Ober- und Unterschenkel im Kniegelenk aneinander verschieben lassen. Wenn diese Instabilität nicht schnell behoben wird, führt dies zu Knorpelabrieb, Arthrosebildung und Meniskusschaden. Eine Operation wird daher dringend empfohlen. Wir wenden für die Operation des Kreuzbandrisses eine in den USA entwickelte Methode an. Es handelt sich dabei um die sogenannte TPLO (Tibia Plateau Levelling Osteotomie). Die Ergebnisse sind wesentlich besser als bei anderen Techniken. Spätschäden können dadurch besser verhindert werden.

Schubladenphänomen

So sitzt ein Hund mit zwei gesunden Kniegelenken.

Schubladenphänomen

Hunde, die an einer Kniegelenkslahmheit leiden, können das Knie beim Sitzen nicht vollständig abwinkeln.

„Schubladenphänomen“ weist auf eine Instabilität im Kniegelenk hin.

Ellenbogengelenksdysplasie beim Hund Bild 1

Deutlich vermehrte Gelenksfüllung bei einem Hund mit Kreuzbandriss in der Röntgenaufnahme

Ellenbogengelenksdysplasie beim Hund Bild 1

Die anatomischen Gegebenheiten müssen vor jeder TPLO-Operation genau vermessen werden, um das beste Operationsergebnis zu erzielen.

Ellenbogengelenksdysplasie beim Hund Bild 1

Die Arthroskopie des Kniegelenks hilft uns, den Meniskus zu beurteilen, ohne das Gelenk zu eröffnen.

Ellenbogengelenksdysplasie beim Hund Bild 1

Nahaufnahme der Operation nach dem Aufbringen einer Spezialplatte. Diese Platte wird aus Titan gefertigt, einem Material, welches am besten verträglich ist. Eine über dem Knochen schwebende Fixierung ermöglicht außerdem eine sehr rasche Heilung.