Die EKG-Untersuchung dient zur Untersuchung der elektrischen Aktivität des Herzens. Dabei werden Störungen der Erregungsbildung und Erregungsleitung diagnostiziert. Wesentlich für uns als Tierkardiologen ist die Erkennung von Rhythmusstörungen. Herzinfarkte, wie beim Menschen, spielen in der Tierkardiologie keine Rolle.

Je nach Notwendigkeit verwenden wir ein 3-Kanal oder ein 12-Kanal-EKG-Gerät. In manchen Fällen, besonders bei spontan auftretender Bewusstlosigkeit und zur Vorsorgeuntersuchung bei manchen Rassen ist eine 24-stündige EKG-Aufzeichnung („Holter-EKG“) nötig.

service-icon-2EKG-Aufzeichnung bei einer Katze.
service-icon-2Normales EKG beim Hund: Jeder “großen” Welle (QRS-Komplex) geht eine “kleine” Welle (P-Welle) voraus, jeder “kleinen” Welle erfolgt eine “große” Welle.
service-icon-2AV-Block 3. Grades beim Hund: P-Wellen und QRS-Komplexe sind völlig unabhängig. Der Herzschlag der Hauptkammern (folgt dem QRS-Komplex) ist wesentlich langsamer als der Herzschlag der Vorkammern (folgt der P-Welle).
service-icon-2Kammertachykardie: Dies ist ein lebensbedrohlicher Zustand, eine sofortige Behandlung ist erforderlich.