Wood-Lampe, Pilzkultur, Mikroskopische Untersuchunge…

Spezialuntersuchungen dienen der Diagnosestellung bei einem Patienten mit einem „Hautproblem“.

Diese sind völlig schmerzlos und werden unmittelbar nach Entnahme präpariert und ausgewertet – damit kann oft sehr rasch die richtige Diagnose gestellt werden.

Beim Trichogramm werden vorsichtig ein paar Haare ausgezupft und auf einen gläsernen Objektträger in Öl gebettet.

Unter dem Mikroskop wird nach Milben (Demodex-Milbe) oder nach einem Hautpilz gesucht, sowie die Haarwurzeln (Veränderung bei Erkrankungen hormoneller oder stoffwechselbedingter Erkrankungen), die Pigmentverteilung im Haarschaft und die Haarspitzen beurteilt.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Beim Trichogramm werden einige Haare ausgezupft und dann in Öl auf einen Objektträger gebettet.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Beim Trichogramm werden einige Haare ausgezupft und dann in Öl auf einen Objektträger gebettet.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Zahlreiche Demodex-Milben neben einer Haarwurzel

Spezialuntersuchungen bei Tieren Mit etwas Glück kann man im Mikroskop die Pilzhyphen auf dem zerstörten Haarschaft finden.

Spezialuntersuchungen bei Tieren An den fehlenden Haarspitzen kann man erkennen, dass die Ursache für den „Haarausfall“ bei der Katze die Katze selber ist – sie knabbert die Haare an. In diesem Fall ist der Grund eine Flohspeichelallergie.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Sämtliche Haarwurzeln sind inaktiv, das deutet auf ein hormonelles Problem oder eine Stoffwechselerkrankung hin wie z.B. eine Nebennierenüberfunktion.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Hund mit Farbmutantenalopezie: deutlich erkennbar das verklumpte Melanin im Haarschaft – an diesen Sollbruchstellen brechen die Haare leicht ab und der Hund erscheint haarlos. Die braunen Fellbereiche hingegen sind normal behaart.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Hund mit Farbmutantenalopezie: deutlich erkennbar das verklumpte Melanin im Haarschaft – an diesen Sollbruchstellen brechen die Haare leicht ab und der Hund erscheint haarlos. Die braunen Fellbereiche hingegen sind normal behaart.

Beim Klebestreifen-Abklatsch-Präparat werden Schuppen aus dem Fell oder von der Hautoberfläche eines Tieres mit der klebenden Seite aufgefangen und unter dem Mikroskop im Detail betrachtet. So manche vermeintliche Schuppe entpuppt sich dann als Milbe!

Spezialuntersuchungen bei Tieren Die Schuppen werden einfach mit dem Klebestreifen aus dem Fell gefischt..

Spezialuntersuchungen bei Tieren Klebestreifen unter dem Mikroskop: Cheyletiella ist eine Raubmilbe, die die Ursache für Juckreiz und vermehrte Schuppenbildung ist.

Ein Hautgeschabsel wird bei Verdacht auf Milbenbefall durchgeführt. Milben wie Sarcoptes (Räudemilbe) oder Demodex-Milben parasitieren nämlich unter der Hautoberfläche – um diese zu finden wird die oberste Hautschicht vorsichtig abgeschabt und das so gewonnene Material unter dem Mikroskop inspiziert.

Spezialuntersuchungen bei Tieren
Spezialuntersuchungen bei Tieren

Beim oberflächlichen Hautgeschabsel wird erst Öl auf die Haut gestrichen und dann, ohne die Haut zu verletzen, das Öl und das daran haftende Material mit einem Skalpell abgezogen und auf einen Objektträger aufgetragen.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Positiver Befund: Die Sarkoptes-Räudemilbe hat einen runden Körper und kurze Beine. Die Erkrankung ist hochgradig juckend und ansteckend!

Spezialuntersuchungen bei Tieren Dieser Mischling aus einer rumänischen Tierauffangstation leidet unter Sarkoptesräudebefall.

Wood – Lampe

Spezialuntersuchungen bei Tieren
Spezialuntersuchungen bei Tieren

Unter der Wood-Lampe leuchten die vom Pilz befallenen Haare mintgrün.

Die Pilzkultur dient dem Nachweis einer Pilzinfektion. Das ist besonders wichtig, denn eine Pilzinfektion ist nicht nur von Tier zu Tier, sondern auch auf den Menschen übertragbar! Für diese Untersuchung werden dem „verdächtigen“ Tier ein paar Haare ausgezupft, in ein spezielles Kulturfläschchen überführt und in einem eigens dafür geeigneten Inkubator 3 Wochen „bebrütet“. Die Kultur wird fortwährend mehrmals täglich kontrolliert – sobald tatsächlich ein Pilz anwächst wird eine Therapie eingeleitet!

Spezialuntersuchungen bei Tieren Verdächtige Haare werden ausgezupft und die Haarwurzeln in ein Nährmedium für Hautpilze überführt.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Bereits nach wenigen Tagen wächst das weiße Pilzmyzel und die Farbe des Nährbodens schlägt in rot um.

Bei der zytologischen Untersuchung wird das zuvor gewonnene Material (z.B. Tupfer-Abstrich aus einem Gehörgang, Abklatsch von einer entzündeten Hautstelle, Feinnadelpunktat aus einem Knoten in der Haut, etc.) in einem bestimmten Verfahren auf einem Objektträger fixiert und gefärbt. Dieser so präparierte Objektträger kann nach sofortiger Trocknung gleich unter dem Mikroskop untersucht werden. Durch die Färbung sind jetzt Bakterien, Hefepilze und Zellen (wie Entzündungszellen, normale Zellen der Hautschichten, oder Tumorzellen) sichtbar!
So können innerhalb von wenigen Minuten eine Ohrenentzündung oder eine Hautentzündung diagnostiziert und bestimmt werden, sowie im Verlauf der Therapie der Behandlungserfolg beziehungsweise die Abheilung veranschaulicht und bestätigt werden.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Im angefärbten Zytologie-Präparat sieht man Entzündungszellen und als kleine blaue Kugeln die Bakterien. Diagnose: Oberflächliche bakterielle Hautinfektion

Spezialuntersuchungen bei Tieren Ohrentzündung mit Hefepilzen

Spezialuntersuchungen bei Tieren Aspergillose in der Nase: die Pilzteile stellen sich bei starker Vergrößerung als breite, blaue, segmentierte Gebilde dar

Spezialuntersuchungen bei Tieren Shih Tzu- Mischling mit Juckreiz, Rötung und gelbliche Krusten in der Ellbogenbeuge

Spezialuntersuchungen bei Tieren Hautinfektion mit Hefepilzen

Spezialuntersuchungen bei Tieren Eine Siam-Katze mit honiggelben Krusten an den Ohren

Spezialuntersuchungen bei Tieren Die dunkelblauen, spiegeleiförmigen Zellen von einer Kruste einer Katze weisen eindeutig auf eine Autoimmunerkrankung hin

Spezialuntersuchungen bei Tieren Mischlingshund mit juckender Haut und starker Schuppenbildung

Spezialuntersuchungen bei Tieren Wenige Minuten später steht bereits die Diagnose: Die kleinen, Beistrich-förmigen, blauen Organismen sind Leishmanien

Spezialuntersuchungen bei Tieren Durch eine am Mikroskop direkt angeschlossene Digitalkamera können auch Sie live am Bildschirm die Untersuchung mitverfolgen!

Auch können viele Hautknoten auf diese Weise untersucht werden, ob es sich lediglich um eine entzündliche Veränderung oder um einen echten Tumor handelt.

Es ist unmöglich, durch bloßes Anschauen und Betasten eines Knotens mit Sicherheit dessen Ursprung (Entzündung, Talgansammlung, Lipom, Tumor) zu bestimmen! Erst die Darstellung der durch eine Punktion aus der Umfangsvermehrung gewonnenen Zellen zeigt die „wahre Natur“ eines Knotens.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Hautknoten am Ohr eines Jagdhundes

Spezialuntersuchungen bei Tieren Es handelt sich um ein Histiozytom – einen gutartigen Hautknoten!

Spezialuntersuchungen bei Tieren Feinnadelaspirationsbiopsie von einer dunklen Umfangsvermehrung: Melanom!

Spezialuntersuchungen bei Tieren Feinnadelaspirationsbiopsie von einer dunklen Umfangsvermehrung: Melanom!

Katze mit einem Geschwür auf der Lippe. Katze mit einem Geschwür auf der Lippe

Katze mit einem Geschwür auf der Lippe. Im Abklatschpräparat kann man verschiedene Entzündungszellen erkennen. Die mit den roten Granula sind die sog. „Eosinophilen Granulozyten“. Diese Zellen bestätigen die Verdachtsdiagnose „Eosinophiles Geschwür“ – ein allergisches Reaktionsmuster bei der Katze.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Katze mit nicht-schmerzhaften, fleischig-geschwollenen Hinterpfoten

Spezialuntersuchungen bei Tieren Plasmazellen-Pododermatitis

Spezialuntersuchungen bei Tieren Mit entsprechender Therapie nach 2 Wochen bereits erkennbare Besserung. Später heilten die Pfoten vollständig ab.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Mastzelltumor! In diesem Fall sollte der Knoten rasch chirurgisch entfernt werden!

Spezialuntersuchungen bei Tieren Lipom – ein in der Regel harmloses Fettgewebs-Geschwulst. Muss nicht unbedingt entfernt werden.

Spezialuntersuchungen bei Tieren Talgknoten – auch hier kann abgewartet werden, ob sich der Knoten verändert.