Die endoskopische Kastration der Hündin ist eine minimalinvasive Operationsmethode, welche in den letzten Jahren optimiert wurde. Dabei benötigen wir nur sehr kleine Zugänge von wenigen Millimetern in die Bauchhöhle. Endoskope, an eine Hochleistungskamera angeschlossen, ermöglichen uns, die Operation durchzuführen. Mit Hilfe von speziellen Instrumenten werden Blutgefäße verschlossen. Die Eierstöcke werden abgetrennt und anschließend durch ein ca. 5-10 mm großes Portal entfernt.

Endoskopie beim Hund in der Tierklinik Sattledt

Unsere Endoskopie-Anlage bietet uns optimale Bedienung für laparoskopische Eingriffe. Unsere Ausrüstung ist vergleichbar mit jener eines modernen Krankenhauses.

Wichtige Fragen zur endoskopischen Kastration des Hundes:

Welche Vorteile hat die endoskopische Kastration gegenüber dem Bauchschnitt?

Die Eierstöcke können durch diese endoskopische Technik besonders schonend entfernt werden. Es bleibt kein Fremdmaterial (wie z.B. Fadenreste) in der Bauchhöhle. Weniger Schmerzen und kürzere Operationsdauer ermöglichen eine besonders rasche Erholung. Die Infektionsgefahr bei einer endoskopischen Kastration ist wesentlich geringer als bei einer herkömmlichen Kastration. Die Verwendung eines Halskragens kann in der Regel vermieden werden. Eine normale Belastung ist nach wenigen Tagen wieder möglich.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die endoskopische Kastration?

Wir empfehlen die Operation ab dem 6. Lebensmonat. Der optimale Zeitpunkt für die Kastration liegt ca. zwischen 2,5 und 3 Monaten nach Ende der Läufigkeit. Werden die Eierstöcke vor der ersten Läufigkeit entfernt, wird das Brustkrebsrisiko auf nahezu 0% gesenkt. Die Kastration nach der ersten Läufigkeit geht mit einem Brustkrebsrisiko von ca. 6% einher. Wird eine Hündin später oder gar nicht kastriert, beträgt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ca. 40%. Die Kastration während der Läufigkeit sollte wegen einer erhöhten Blutungsneigung vermieden werden.

Ist die Entfernung der gesamten Gebärmutter notwendig?

Studien haben gezeigt, dass die Entfernung der Gebärmutter bei gesunden Tieren keinen Vorteil mit sich bringt. Die Entfernung der Eierstöcke ist völlig ausreichend, um den Geschlechtszyklus zu unterbinden. Die verbleibende Gebärmutter bildet sich auf kaum wahrnehmbare Größe zurück. Entzündungen der Gebärmutter oder Gebärmutterkrebs kommen nach Entfernung der Eierstöcke so gut wie niemals vor. Ist die Gebärmutter jedoch stark verändert, muss sie zusätzlich vollständig entfernt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Sterilisation und Kastration?

Bei der Sterilisation werden lediglich die Eileiter durchtrennt. Am Geschlechtszyklus ändert sich dadurch nichts. Es kommt zur Läufigkeit die jedoch nicht zur Befruchtung führen kann. Im Gegensatz zum Menschen kommt es bei der Sterilisation bei Hündinnen sehr oft zu lebensbedrohlichen Erkrankungen der Gebärmutter und der Eierstöcke (Gebärmutterentzündung, Zystenbildung). Sie ist daher kontraindiziert, eine Entfernung der Eierstöcke ist immer angezeigt.

Wann kann die endoskopische Kastration nicht durchgeführt werden?

Bei einer hochgradigen Gebärmutterentzündung oder bei Vernarbungen in der Bauchhöhle ist eine laparoskopische Kastration nicht möglich. Eine herkömmliche Eröffnung der Bauchhöhle ist in solchen Ausnahmefällen unabdingbar.

Mit welchen Kosten muss man bei der endoskopischen Kastration rechnen?

Die Kosten sind, bedingt durch den erhöhten technischen Aufwand, etwas höher als bei der herkömmlichen Kastration. Gerne erstellen wir Ihnen einen Kostenvoranschlag.

Endoskopie beim Hund in der Tierklinik Sattledt

Der Eierstock wird mit einer Klemme erfasst und die zu- und abführenden Blutgefäße werden mittels Ligasure mikroprozessorengesteuert verschlossen. Es verbleibt kein Nahtmaterial in der Bauchhöhle.

Endoskopie beim Hund in der Tierklinik Sattledt

Die Operationswunde besteht lediglich aus drei winzigen Einstichstellen.